Aus aktuellem Anlass : Anruf der „Bundesdatenbank“ – Achtung Falle!

Man kann die Masche, mit der zurzeit ein Unternehmen im vorgeht, das sich als „Bundesdatenbank“ bezeichnet, nur als besonders dreist bezeichnen. Arglose Verbraucher werden während eines Anrufs von Mitarbeitern der angeblichen „Bundesdatenbank“ stark unter Druck gesetzt.

Der Anrufer erklärt sinngemäß, der Verbraucher habe bereits einen Vertrag abgeschlossen. Dies sei nun nicht mehr zu ändern, allerdings könne man mit Hilfe der anrufenden „Bundesdatenbank“ die Vertragslaufzeit verringern. Bestreitet der Verbraucher den Vertragsabschluss, versucht der Anrufer ihn mittels bereits über den Verbraucher bekannten Daten zu verunsichern. Woher sollte die „Bundesdatenbank“ denn sonst die Bankverbindung des Verbrauchers haben, wenn nicht bereits ein Vertragsabschluss vorläge?

Lassen Sie sich nicht in die Irre führen!

Wie auch immer der Anrufer an Ihre Daten gekommen sein mag – einen Beweis für einen Vertragsabschluss hat er damit nicht in Händen. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht irritieren. Ihr Gegenüber ist geübt darin, Menschen zu manipulieren. Lassen Sie sich nicht auf ein Gespräch ein, sondern stellen Sie stur Fragen: Wer ruft an? Für welches Unternehmen rufen Sie an? Wie ist ihr Name? Aus welchem Grund rufen Sie an?

Erklären Sie, dass Sie zu keiner Zeit ein Einverständnis zur Verwendung Ihre Daten durch den Anrufer gegeben haben und der weiteren Verwendung der Daten ausdrücklich widersprechen.

Notieren Sie sich die Telefonnummer, von der angerufen wird, Datum und Uhrzeit des Anrufs sowie die Dauer des Gesprächs.

Vorgehen gegen unerwünschte Telefonanrufe

Mit den notierten Informationen können Sie sich beispielsweise an eine Verbraucherzentrale,  an die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs e.V. Bad Homburg und an die Bundesnetzagentur wenden. Gegebenenfalls, z.B. bei unberechtigten Abbuchungen, sollten Sie sich direkt an Ihre Polizeidienststelle wenden.

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