Abmahnung Porno: Rausgedruecktes Fotzensperma, Rechtsanwalt André Breddermann für Mick-Haig Productions USA Inc.

Rechtsanwalt André Breddermann mahnt für die Firma Mick-Haig Productions USA Inc. die öffentliche Zugänglichmachung des Pornos „Rausgedruecktes Fotzensperma“ in Internet-Tauschbörsen ab. Durch das Herunterladen des Films in einer Internet-Tauschbörse sei „Rausgedruecktes Fotzensperma“ auch Dritten weltweit zur Verfügung gestellt worden. Mick-Haig ist im Bereich der Filesharing-Abmahnungen bereits seit längerem bekannt, liess in der Vergangenheit jedoch als „Mick-Haig Deutschland Productions e. K.“ abmahnen. Auch André Breddermann ist ein alter Bekannter. Der eigentlich zur Kanzlei Welink & Kollegen aus Münster gehörende Rechtsanwalt hat das Abmahn-Geschäft offenbar in seine „Zweigstelle Osnabrück“ verlagert.

Schmuddel-Image Abmahn-Anwalt?

Diese Entwicklung ist seit einiger Zeit in der Abmahn-Szene zu beobachten. So gründete Rechtsanwalt Dr. Bernd Fleischer von Rose & Partner eigens für Abmahnungen die FAREDS Rechtsanwalts GmbH in Hamburg. Die Karlsruher Abmahner von Nümann + Lang lassen ihre Abmahnungen meist vom Kollegen Christian Weber unterzeichnen, der im Frankfurter Ableger angesiedelt ist, in seinem Schreiben aber darauf hinweist, dass jegliche Korrespondenz mit dem Büro in Karlsruhe zu führen sei. Ob das Ziel dieser Taktik Verwirrung und Verschleierung oder schlicht Entlastung einzelner Schreibbüros ist, bleibt unklar. Das einige Kanzleien jedoch definitiv um Ihren „guten Ruf“ fürchten, wird daran deutlich, dass eine namhafte Kanzlei im vergangenen Jahr versuchte, unter Bezugnahme auf Namens- und Markenrechte u. a. uns die Berichterstattung über Ihre Teilnahme am Abmahnwesen zu verbieten.

Schutt Waetke gibt weiter ab

Rechtsanwalt Breddermann hat uns vorliegende Fälle offenbar von der Kanzlei Schutt Waetke übernommen. Dies war in der Vergangenheit auch bei anderen Mandaten zu beobachten, in denn sich plötzlich Inkasso-Büros wie Infoscore und/oder weitere Rechtsanwälte wie Haas & Kollegen meldeten (wir berichteten). Aus dem Text der Abmahnung von Breddermann lässt sich ableiten, dass ihm nicht bekannt ist, ob bereits eine Unterlassungserklärung (gegenüber Schutt Waetke) abgegeben wurde. Für den Fall, dass noch keine Unterlassunsgerklärung abgegeben worden sei, wird kurz zur Abgabe aufgefordert. In dem für Abmahnungen eher kurz gehaltenen Schreiben wird im folgenden, wesentlich umfangreicheren Teil Geld gefordert. Dies zeigt erneut, dass es bei den meisten Abmahnungen offenbar nicht vordergründig um den Schutz der Urheber und Inhaber von Leistungsschutzrechten geht, sondern schlicht um Geld und insbesondere die Erzielung von möglichst viel „Schadenersatz“ und Gebühren. Der Abgemahnte habe die vollständigen Rechtsanwaltsgebühren in Höhe von € 651,80 sowie einen Schadenersatzbetrag von € 480,- , also insgesamt € 1131,80 zu zahlen, so Breddermann weiter. Die gesetzte Frist hierzu beträgt immerhin 14 Tage ab Datum des Schreibens.

Gleicher Film an 2 Tagen = 2 Abmahnungen?!

Ein weiterer interessanter Aspekt der uns vorlegenden Abmahnungen ist, dass Breddermann die vermeintliche öffentliche Zugänglichmachung des gleichen Films innerhalb von 2 Tagen als 2 verschiedene Rechtsverletzungen betrachtet, 2 mal abmahnt und 2 mal die volle, o. g. Summe von € 1131,80, also insgesamt € 2263,60 fordert. Schon die Höhe der oben genannten Anwaltskosten und des Schadenersatzbetrages halten wir für absolut fragwürdig und eher im Bereiche der Erstellungskosten von „Rausgedruecktes Fotzensperma“ angesiedelt. Die Praxis, für die gleiche Rechtsverletzung aufgrund einer vermutlich durch die übliche Zwangstrennung nach 24 Stunden erneuerten IP-Adresse 2 mal volle Abmahnkosten geltend zu machen, halten wir für unzulässig.

Was tun?

Wenn Sie eine Abmahnung wegen Filesharingserhalten haben:

  • Nicht ignorieren! Einstweilige Verfügung und/oder Unterlasungsklage können folgen.
  • Fachkundigen Rat suchen! Ein Spezialist wie z. B. ein Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz oder für Urheber- und Medienrecht hilft Ihnen weiter.
  • Vorwurf prüfen! Auch wenn Sie es nicht gewesen sind: Die Kinder? Der Freund? Der Mitbewohner? Der Nachbar? Offenes WLAN?
  • Angemessen reagieren! Selbst wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Vorwurf richtig ist, muss man nicht alles akzeptieren, was die Abmahner fordern.

Wir prüfen für Sie jede Abmahnung. Schlimmstenfalls wird mit Ihnen eine streng modifizierte Unterlassungserklärung formuliert und/oder ein für Sie sinnvoller, also günstiger Vergleich ausgehandelt. Unser Ziel ist es, dass Sie Rechtssicherheit haben und so wenig wie möglich zahlen müssen.

Rufen Sie uns an! 040 / 411 67 62 5

Oder übersende Sie uns Ihre Abmahnung gleich per Fax (040 / 411 67 62 6) oder Email ( info (at) ipcl-rieck.de. Wir prüfen Ihre Abmahnung und teilen Ihnen mit, ob wir Sie vertreten können und was es kosten würde.

Wir nehmen Ihnen Ihre Sorgen ab – schnell, preiswert, bundesweit! – Noch nicht überzeugt? Sehen Sie sich unsere Bewertungen an!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.